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Erdwärme, Wärmepumpe, Erdkollektoren, Wasserwärmepumpen, Bohrungen, Sonden
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Isabella

Beitragvon Isabella » 31.08.2005 16:45 Uhr

Hallo,
Wir planen ein Einfamilienhaus mit Wärmepumpe
(von Viessmann: Vitocal 343) und Tiefenbohrung. Dazu hatten wir vor, eine Solaranlage auf dem Dach zu istallieren.
Jetzt wurde uns gesagt, dass das totaler Unsinn ist, und eine Solaranlage in unserem Fall überflüssig sei. Es wäre sehr nett, wenn mir jemand was dazu schreiben könnte.
Mit freundlichen Grüßen
Isabella
jacques

Beitragvon jacques » 31.08.2005 16:45 Uhr

» Hallo,
» Wir planen ein Einfamilienhaus mit Wärmepumpe
» (von Viessmann: Vitocal 343) und Tiefenbohrung. Dazu hatten wir vor, eine
» Solaranlage auf dem Dach zu istallieren.
» Jetzt wurde uns gesagt, dass das totaler Unsinn ist, und eine Solaranlage
» in unserem Fall überflüssig sei. Es wäre sehr nett, wenn mir jemand was
» dazu schreiben könnte.
» Mit freundlichen Grüßen
» Isabella


Also Quatsch ist das auf keinen Fall wenn sie von Photovoltaik reden.

Dadurch könnten sie zusätzlich die Stromkosten der Pumpe decken, also Quasi Null Nebenkosten für den Betrieb.
Wenn sie noch ein paar Tausender übrig haben für circa 22 Qm Photovoltaik würde ich dazu raten. Sie Verkaufen dann den Strom zu Festgelegten Preisen an Ihren Stromlieferanten für 20 Jahre un Beziehen wiederum den Strom für die WP von Ihrem Stromlieferanten zu günstigeren Preisen
und machen dabei guten gewinn:-)..auf die DAuer.

Thomas

Beitragvon Thomas » 31.08.2005 16:45 Uhr

Hallo Isabella

einfach auf http://www.fws.ch gehen, dort auf Downloads klicken und nach dem FAWA-Berich schauen. Selbigen downloaden. Das Papier ist unabhängig und seriös.

Das Ergebnis der Studie lautet (grob vereinfacht): beide Systeme zusammen machen aus wirtschaftlichen Aspekten heraus (praktisch immer) keinen Sinn.

Gruß
Thomas

Dominikohz
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Beitragvon Dominikohz » 17.01.2008 13:48 Uhr

Tagchen!

Wie schauts denn mit Wärmepumpe und Solartherme aus? Wollen im April anfangen und sind uns nicht ganz sicher ob diese Kombination auch Sinn macht. Für ne Antwort wär ich euch sehr dankbar...


mfg
Dominik
denkedran
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Beitragvon denkedran » 17.01.2008 15:28 Uhr

Es gibt verschiedene Variationen. Anstatt der teueren Erdsonde gibt es Anlagen wie bei www.geothermie.net beschrieben.
Bei Solaranlagen ist auch diese Version http://www.erluwa.de/kategorie1/index.htm möglich.

Gruß Denkedran

Thomas Heufers
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Beitragvon Thomas Heufers » 17.01.2008 16:07 Uhr

Ökologisch ist es immer sinnvoll eine Solaranlage einzusetzen.

Ökonomisch ist die Solarthermie häufig nicht so ergiebig. Die Solartechnik hat ihren Preis und auch Solarthermie ist nicht frei von Wartung. Sicherlich hätten wir selber bei der Investition unserer Solarthermie 4.500 Euro einsparen können, wenn wir es streng ökonomisch betrachtet hätten.
Unsere Ersparnis bei den Betriebskosten liegt im Jahr bei ca. 50 - 80 Euro. Multipliziert man das mit der Lebensdauer von 25 Jahren, dann macht das 1.250 - 2.000 Euro aus.
Gegenüber der Anlageninvestition macht das unterm Strich 2.500 - 3.250 Miese.


Gruß


Thomas Heufers

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Beitragvon fdl1409 » 17.01.2008 21:53 Uhr

Die Solaranlage liefert vor allem dann wenn auch die Sole-WP mit gutem Wirkungsgrad läuft - im Sommer. Dann sind nämlich auch die Soletemperaturen hoch.

Ein 4-Personenhaushalt braucht im Jahr etwa 2.000 kWh Warmwasser. Davon ersetze ich 60% mit einer Solaranlage für WW. Das spart etwa 400 kWh Wärmepumpenstrom.
Dafür brauct die Anlage aber auch selbst Strom, und der größere Wasserspeicher verursacht im Winter zusätzliche Verluste. Man spart im Jahr keine 50 Euro.

Das Geld kann man besser ausgeben. Zum Beispiel für eine Sondenverfüllung mit verbesserter Wärmeleitfähigkeit. Kostet etwa 4 € pro Bohrmeter und erhöht die Soletemperatur um etwa 1,5°. Spart also etwa 4% Strom, und zwar wartungsfrei für Jahrzehnte. Auch eine hocheffiziente Solepumpe wie Wilo Stratos, die 200 € mehr kostet als eine normale Solepumpe, spart einige Prozente mit viel besserer Rendite.

Wenn dann noch was übrig ist packt man besser eine Photovoltaikanlage aufs Dach. Die rechnet sich viel besser und liefert fürs gleiche Geld viel mehr Strom als eine thermische Anlage einspart.

Grüße
Frank
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Beitragvon Dominikohz » 19.01.2008 11:36 Uhr

Super, danke für die ABtworten. Ich denke ich werde vorerst die Voraussetzungen für eine Nachrüstung von Solar schaffen. Die Variante mit der Sondenfüllung würde mich nochmal genauer interessieren..was sage ich denn da zu meinem Heizugsmenschen der mir das besorgt? Genau wie mit der besseren Sole Pumpe? Hatte mich bis jetzt für den Testsieger von Vaillant entschieden. Eine Frage noch: Wir sind jetzt noch zu zweit aber das soll die nächsten Jahre ja nicht so bleiben..so hat man uns gleich den Bedarf für ca 4-5 Leute ausgerechnet und wir kommen so auf ne Bedarf von 10-11 kw. Benötigt die ANlage für uns 2 mehr Strom, auch wenn wir die volle KW Zahl nicht benötigen oder ist das nur Verbrauchsabhängig?

Danke

MfG
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Beitragvon jojo40 » 19.01.2008 13:13 Uhr

@ dominikohz

Frank sprach nicht von Sondenfüllung sondern von Sondenverfüllung. Damit meint er die Ringraumverfüllung, das ist der Raum im Bohrloch der nicht von den Sonden (PE-Rohre) ausgefüllt ist.

Hierzu gibt es verschiedene Verfüllmaterialien.
Normal in den Angeboten ist z.B. Bentonit, hat aber einen schlechten Wärmeleitwert, da gibt es z.B. Thermocem oder gleichwertige Produkte die ca. 3 x so gut leiten. Aber auch bei der Sondenfüllung kannst du „Pluspunkte“ sammeln in dem du darauf achtest das wirklich nur der wirklich benötigte Anteil an Frostschutz eingefüllt wird. Lieber hinterher mal nachfüllen.

Eine bessere Solepumpe musst du mit deinem Heizungsbauer aushandeln, diese zerpflücken aber ungern ihre Komponenten. Must du hart bleiben.

Eine überdimensionierte WP ist nicht optimal, aber auch sie verbraucht nicht immer die volle Leistung sondern taktet event. öfter.
Einfach mal schauen ob ihr bei der Größe keine 2 stufige einsetzen könnt, dann kannst du einen großen Teil deiner benötigten Leistung mit der ersten Stufe fahren, und benötigst den zweiten Verdichter nur bei Spitzenleistungen.

Grüße Jürgen

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